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Halb Oppum beim Osterfeuer
Dicke Jacken und Mäntel prägen das Bild. Regenschirme
so weit das Auge reicht. Die Leute stehen dicht gedrängt ums riesige
Osterfeuer und wärmen sich daran die Hände. So geschehen anno 2010. Und
heuer, ein Jahr und knapp einen Monat später? Kurze Röcke, dünne Kleidung
und Sonnenbrillen gehören beim Osterfeuer 2011 zur Standardausstattung der
weit über 1.000 Besucher, die erneut den Oppumer Festplatz als
Sonntagabendsziel gewählt haben.
Bei über 20 Grad und strahlendem Sonnenschein fällt es nicht weiter ins
Gewicht, dass die eigentliche Attraktion, nämlich das riesige Feuer in
mitten des Platzes, diesmal nicht viel größer als ein normales Lagerfeuer
ist. Hans-Joachim Hofer als Vorsitzender der ausrichtenden St. Sebastianus
Schützengesellschaft und DJK Germania Oppum erklärte über Mikrofon den
Grund: Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und damit verbundenen
Waldbrandgefahr hat man zusammen mit der ebenfalls als Veranstalter
agierenden Freiwilligen Feuerwehr Oppum entschieden, das Risiko eines
möglichen Funkenfluges so gering wie möglich zu halten. Und dafür, dass
Sicherheit höchste Priorität hat, zeigte jeder Verständnis.
Der tollen Stimmung tat das auch überhaupt kein Abbruch. So ging im Laufe
des Abends alles weg, was angeboten wurde. Rund 20 Kilogramm Teig fürs
Stockbrot, das kostenlos an Kinder zum Backen am eigenen kleinen Feuer
abgegeben wurde, brachte die Jugendfeuerwehr unter die jüngsten Gäste. Der
Grillstand der Schützen meldete auch irgendwann „ausverkauft“. Bei der
Tombola, die das Oppumer Wochenblatt wieder zugunsten der Oppumer
Jugendarbeit organisiert hatte, gingen .000 Lose über den Tisch. 1.700 große
und kleine Preise wechselten im Gegenzug den Besitzer. Waffeln am Stiel
fanden ebenso reißenden Absatz wie ständiger Andrang beim Kinderschminkstand
herrschte. An der längsten Theke Oppums im riesigen Zelt des Deutschen Roten
Kreuzes gingen leider die Mixgetränke etwas früh aus. Dafür konnte aber der
Durst der Massen mit antialkoholischen Getränken und „richtigem“ Bier bis
zum Ende der Veranstaltung gestillt werden.
Viel Lob erhielt DJ Tim Lohmann, der erstmals für die musikalische
Untermalung sorgte und stets den Nerv der Besucher traf. So sah man am Ende
des Abends durchwegs zufriedene Gesichter. Bei den drei Veranstaltern, die
mit einem schönen Erlös für ihre Jugendarbeit rechnen dürfen. Und bei den
vielen, vielen Oppumern, die mal wieder die Gelegenheit genutzt haben, sich
in einem schönen und friedlichen Rahmen zu treffen, zu klönen und sich
auszutauschen. So steht der 8. Auflage im nächsten Jahr nichts im Wege!




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